In Edelmetall und Wirtschaft Aktuell
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Edelmetall-Investoren werden von den Anhängern vieler anderer Anlageklassen oft belächelt – doch wer Gold und Silber kauft, hat gegenüber Börsianern oder Anleihespekulanten entscheidende Vorteile: Bis heute bestehen einige Privilegien für Gewinne, die aus dem Weiterverkauf von Anlagemetallen erzielt werden können.

Grundsätzlich gilt: Wer seine physischen Edelmetalle mindestens ein Jahr lang besitzt und erst nach dieser Frist verkauft, kann die erzielten Wertzuwächse steuerfrei einstreichen. Münzen und Barren werden somit steuerlich genauso behandelt wie ein guter Wein oder ein Oldtimer – bei diesen Sachwerten entfällt nach einer Haltedauer von einem Jahr die Besteuerung des Gewinns. Sofern die Schätze innerhalb eines Jahres verkauft werden, erfolgt eine Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz ab einem Gewinn von 600 Euro.

Durch diese Regelung haben physische Edelmetalle einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen: Hier wird der Gewinn ohne Ausnahme mit der Abgeltungssteuer von 25 Prozent belegt, egal wie kurz oder wie lang sich das Papier im Besitz des Investors befand. Diese Einschränkung gilt im Übrigen auch für Geldmarktinstrumente auf Goldbasis, also beispielsweise Aktien von Minenbetreibern.

Insbesondere Goldanleger profitieren durch eine weitere Steuererleichterung: Goldmünzen sowie Barren sind grundsätzlich von der Mehrwertsteuer befreit, wenn sie zu Anlagezwecken verkauft werden. Unter diesen Zweck fallen alle Goldmünzen, welche einen Feingehalt (Goldanteil) von mindestens 900 / 1000 haben und gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren. Sofern der Preis für die Münze nicht mehr als 80 Prozent über dem Offenmarktwert des enthaltenen Goldes liegt, gilt die Münze als Anlageprodukt.

Und auch bei Silbermünzen greift eine unkomplizierte Regelung: Die meisten Münzen, die zu Anlagezwecken verkauft werden, fallen unter die sogenannte „Differenzbesteuerung“, somit entfällt die Mehrwertsteuer in Höhe von 19%. Dieser Steuersatz fällt allerdings beim Kauf von Silberbarren sowie Produkten aus Platin und Palladium ohne Ausnahme an. Hier müssten Investoren auf Lösungen wie beispielsweise ein Zollfreilager zurückgreifen, wenn sie die Mehrwertsteuer einsparen möchten.

Beim Kauf eines Edelmetallproduktes erhalten Sie bei Degussa, egal ob Sie die Bestellung online aufgeben oder in einer Niederlassung im Rahmen des beliebten Tafelgeschäftes anonym tätigen, grundsätzlich immer eine Rechnung als Kaufbeleg. Dieses Dokument ist wichtig, um im Falle einer Überprüfung durch das Finanzamt nachweisen zu können, wann die Edelmetallprodukte gekauft wurden. Und dass das Finanzamt misstrauisch wird, ist gar nicht so unwahrscheinlich – wer beispielsweise seine Goldreserven auflöst, um ein Haus zu kaufen, und plötzlich aus heiterem Himmel eine halbe Million Euro auf dem Konto hat, könnte schon bald Besuch von der Steuerfahndung bekommen. Da ist es hilfreich, einfach einen Aktenordner zu zücken, mit dem die Herkunft der Edelmetalle lückenlos belegt werden können.

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