In Edelmetall und Wirtschaft Aktuell
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Wer die Schaufenster-Auslagen eines gut sortierten Edelmetallhändlers durchstöbert oder sich auf den Bildschirmen in den Degussa-Niederlassungen die breite Angebotspalette im Bereich der Anlagemünzen aus Gold und Silber ansieht, dürfte früher oder später über ein besonderes Produkt stolpern: Tellergroße Münzen, die nicht weniger als ein ganzes Kilogramm wiegen. Für viele Anleger, insbesondere für Einsteiger in die aufregende Welt des Edelmetall-Investments, stellt sich die Frage: Warum gibt es XXL-Münzen?

Bei genauerer Betrachtung fällt es allerdings nicht schwer, die Vorzüge der großen Silberprägungen zu erkennen. Denn neben der prächtigen Gestaltung, die auf dem großen Format noch besser zur Geltung kommt, sprechen einige handfeste Gründe für XXL-Prägungen: Bei der Herstellung von Münzen fallen fixe Prägekosten an, die bei kleinen Münzen überproportional ins Gewicht fallen. Bei größeren Münzen zahlen Anleger also pro Unze rechnerisch etwas weniger – oder mit anderen Worten: Sie bekommen im Vergleich zum Unzen-Preis mehr Silber für ihr Geld.

Neben diesem geldwerten Vorteil sichern sich Anleger mit dem Kauf einer Kilo-Münze jedoch noch eine weitere attraktive Rendite-Chance: Die beliebten XXL-Ausführungen der gängigen Silber-Anlage-Münzen, insbesondere der Kookaburra und Koala sowie die Lunare aus Australien, werden in äußerst geringer Auflage hergestellt – üblicherweise im fünfstelligen Bereich, von manchen Jahrgängen sind sogar nur wenige tausend Stück zu haben. Diese extrem niedrige Auflage führt dazu, dass die XXL-Silbermünzen zu gesuchten Sammlerstücken geworden sind – denn immer mehr wohlhabende Australier kaufen die Koalas und Kookaburras zurück und die Nachfrage nach XXL-Lunaren ist insbesondere in China groß.

Es ist kaum zu glauben, aber die großen Silbermünzen sind in ihren Ausgabeländern tatsächlich Zahlungsmittel – dies war auch dringend nötig, um den ursprünglichen Zweck der XXL-Prägungen zu erreichen: Sie wurden einst entwickelt, um in Deutschland und anderen Ländern mit verschiedenen Mehrwertsteuertarifen zum niedrigeren Steuersatz verkauft zu werden. In Deutschland galt lange Zeit die (für viele Anleger nicht nachvollziehbare) Regel, dass Silbermünzen mit sieben Prozent und Barren mit neunzehn Prozent Mehrwertsteuer belegt wurden. Kilomünzen boten für Anleger eine Möglichkeit, die Masse eines Barrens mit dem Mehrwertsteuersatz einer Münze zu erwerben.

Inzwischen stellt sich die Frage nach der unterschiedlichen Besteuerung jedoch nicht mehr, weil die australischen Silberprodukte mithilfe der so genannten „Differenzbesteuerung“ äußerst kundenfreundlich angeboten werden können. Durch diese besondere Form der Besteuerung, die auch Degussa seinen Kunden anbietet, sind die Zeiten hoher Steueraufschläge beim Silberkauf vorbei. Für Kunden bedeutet die neue Besteuerung einen Aufschlag von lediglich ein bis zwei Prozent auf den aktuellen Spotpreis. In Verbindung mit dem Sparpotenzial, welches sich beim Kauf einer Kilomünze ergibt, sind die Voraussetzungen für Anleger inzwischen also so gut wie nie zuvor – wer seinen Gold-Vorrat noch nicht um etwas Silber erweitert hat, sollte also bald tätig werden.

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