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30 Jahre Känguru: Der nächste Bullion-Geburtstag steht bevor
Edelmetall-Anleger kommen seit einigen Jahren aus dem Feiern nicht mehr heraus: Nachdem im Jahr 2017 der 50. Geburtstag des Krügerrand aus Südafrika gewürdigt wurde, stand 2019 das 30. Jubiläum der „Wiener Philharmoniker“-Anlagemünzen im Mittelpunkt. Und der nächste runde Geburtstag steht bereits bevor: 2020 wird das Jahr der Känguru-Goldmünzen aus Australien, die im Jahr 1990 erstmals erschienen sind. Seitdem haben sich die Anlagemünzen zu absoluten Bestsellern entwickelt, nicht zuletzt wegen der hochwertigen Prägung und prächtigen Gestaltung.

Das sich das niedliche Beuteltier zum numismatischen Botschafter von Australien gemausert hat, war vor 30 Jahren noch überhaupt nicht absehbar. Denn der Start der australischen Anlagemünzen-Prägung viel durchaus holprig aus: Im Jahr 1987 stellte die Perth Mint ihre Bullion-Münzen in Gold für Anleger noch mit einem anderen Motiv vor, anstelle des Kängurus wurden berühmte Goldnuggets abgebildet. Diese Motive wurden bei Anlegern jedoch offenbar nicht mit allzu viel Gegenliebe angenommen, die Verkaufszahlen blieben hinter den Erwartungen zurück.

Aus diesem Grund wagten die Australier im Jahr 1990 einen Neustart, der durchaus kuriose Züge hatte: Obwohl die Serie weiterhin den Namen „Australian Nugget“ trug, wurde auf den Münzen fortan jedes Jahr die wechselnde Darstellung eines Kängurus gezeigt. Und der Name der Prägereihe wurde erst im Jahr 2008 offiziell in „Australian Kangaroo“ geändert. Zu diesem Zeitpunkt war die Anlagemünzen-Serie aus Australien bereits ein Bestseller und bei Sammlern und Anlegern gleichermaßen beliebt.

Inzwischen sind die goldenen Kängurus aus der Welt der Münzen nicht mehr wegzudenken. Die Perth Mint erhält jedes Jahr viel Applaus für ihre fantasievolle Neuinterpretation des Nationaltiers, dass immer wieder in einer neuen Umgebung mit landestypischen Elementen auf den Goldmünzen dargestellt wird. Zudem wurde die generelle Gestaltung der Prägung in den vergangenen 30 Jahren immer wieder überarbeitet und es kamen verschiedene Prägemethoden zum Einsatz.

Für renditeorientierte Sammler und Anleger ist das Känguru aus Australien vor allem deshalb interessant, weil Tiermotive zu den beliebtesten Sammelgebieten der Welt zählen. Außerdem fallen die Auflagezahlen der einzelnen Jahrgänge äußerst unterschiedlich aus, weil das Känguru als klassische Anlagemünze entsprechend der jeweils aktuellen Nachfrage auf dem Weltmarkt geprägt wurde. So kam es vor, dass in Zeiten, in denen Gold nicht allzu stark im Fokus der Investoren stand, nur wenige Gold-Kängurus hergestellt wurden. Und vor allem diese Jahrgänge wurden nachträglich zu gesuchten Raritäten, welche mit einem Aufschlag auf den reinen Goldpreis verkauft werden.

In den zurückliegenden 30 Jahren hat das Känguru sich nicht nur einen festen Platz in der Welt der Goldmünzen erobert, sondern ist auch in Silber und inzwischen auch in Platin weit verbreitet. Und es ist seit dem Jahr 2014 sogar ein Weltrekordhalter: auf der größten Goldmünze der Welt, welche ein Gewicht von einer Tonne aufweist, ist das Rote Riesenkänguru aus Australien zu sehen. Mit dieser sensationellen Ausnahmeprägung macht die Perth Mint seitdem in aller Welt auf die Vorteile des modernen Edelmetall-Investments aufmerksam.

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