In Edelmetall und Wirtschaft Aktuell

Barren oder Münzen, kleine oder große Stücke, Gold oder Silber: Vor dem ersten Edelmetallkauf sind mehrere Fragen zu beantworten. Doch Edelmetall-Neulinge entdecken schnell, dass das Investment in Sachwerte unkompliziert und spannend ist.

Bis vor ein paar Jahren war es ein kompliziertes Unterfangen, Geld in Gold anzulegen – der Bankberater schaute skeptisch und füllte ein ausführliches Bestellformular aus, erst nach mehreren Wochen lag der gewünschte Goldbarren in der Filiale zur Abholung bereit. Infolge der Edelmetall-Hausse hat sich viel getan: In den größten Ballungsräumen der Bundesrepublik und inzwischen auch in mittelgroßen Städten ist Gold beim Shopping-Bummel durch die Einkaufsstraße zu bekommen, in diskreter Umgebung findet eine professionelle Beratung statt und die Münzen und Barren können sofort mitgenommen werden.

Allerdings empfinden viele Edelmetall-Neulinge das Investment in Gold und Silber weiterhin als komplizierte Herausforderung – die Vielfalt an Produkten sowie die unzähligen Aspekte, welche den Wert der Edelmetalle beeinflussen, sorgen für Verunsicherung. Deshalb fassen wir an dieser Stelle die wichtigsten Entscheidungen zusammen, welche vor dem Edelmetallkauf geklärt werden sollten:

Barren oder Münzen: Grundsätzlich macht es keinen Unterschied, ob Sie sich für runde oder eckige Investmentprodukte entscheiden. Barren lassen sich unkompliziert und ohne Platzverschwendung im Tresor stapeln. Allerdings sind die Barren-Klassiker ab 100 Gramm sehr teuer. Viele Anleger entscheiden sich daher für Unzen-Münzen zu 31,10 Gramm. Hier erhalten sie, wegen der massenhaften Herstellung, nicht nur knapp am aktuellen Goldkurs kalkulierte Preise, sondern auch die Chance auf Wertzuwächse jenseits der Kursnotierung: Viele Anlagemünzen wie der Panda oder das Känguru in Gold sowie der Koala und der Kookaburra aus Silber haben sich zu gesuchten Sammlerstücken entwickelt.

Kleine oder große Stückelung: Vom Minibarren bis zum großen Goldbarren hat Degussa eine breite Produktvielfalt auf Lager. Grundsätzlich gilt: Je größer das Produkt, desto besser der Preis pro Gramm Feingold. Denn die Prägekosten schlagen bei kleinen Goldmünzen überproportional zu Buche. Dennoch macht es Sinn, neben mehreren großen Barren und Münzen auch kleine Stückelungen zu kaufen – diese lassen sich bei kurzfristigem Finanzbedarf leicht verkaufen und wären auch in Krisensituationen als Bargeldersatz geeignet. Dennoch sollte bei typischen Anlagesummen im fünf- bis sechsstelligen Bereich der Fokus auf Barren ab 100 Gramm sowie Anlagemünzen zu einer Unze liegen. Diese bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Gold oder Silber: Normalerweise sollte man auf Klischees nicht viel geben, doch im Bereich der Edelmetalle geben die althergebrachten Spitznamen für Gold und Silber durchaus eine sinnvolle Orientierung: Während Gold meist als „Königin der Edelmetalle“ bezeichnet wird, ist Silber nur „der kleine Bruder von Gold“. Zwar sollte Silber nicht unterschätzt werden, doch der Schwerpunkt eines konservativ orientierten Edelmetallportfolios liegt zweifelsohne auf Gold. Etwa 80 Prozent des Edelmetall-Investments sollte in Gold angelegt werden, weil das gelbe Metall in geringerem Umfang als Silber starken Schwankungen unterworfen ist. Die restlichen 20 Prozent können guten Gewissens in Silber gesteckt werden – so profitieren Anleger von den dynamischen Renditechancen auf dem Silbermarkt, wenn das Metall stärker in der Industrie gefragt wird und die Nachfrage wegen einer guten Konjunktur brummt.

Neben diesen praktischen Erwägungen sollten Anleger vor dem Kauf von Gold und Silber auch ihre generelle Anlagestrategie klären. Dazu hatten wir vor Kurzem an dieser Stelle berichtet. Gerade in den vergangenen Jahren hat sich gezeigt: Die Edelmetalle machen vor allem als langfristige Anlage Sinn. Wer auf den kurzfristigen Wertzuwachs spekuliert, kann Glück haben, wurde wegen überraschender Rückschläge aber gelegentlich enttäuscht. Langfristig orientierte Anleger müssen dagegen nicht mit Zorn auf kurzfristige Preisschwächen blicken, sondern nutzen diese zum Nachkaufen.

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