In Edelmetall und Wirtschaft Aktuell

Die Angst geht um im Internet: Gefälschte Goldbarren sowie Anlagemünzen werden in Auktionen und Kleinanzeigen angeboten. Wer einen kühlen Kopf bewahrt und genau hinsieht, sollte jedoch vor Betrügern sicher sein.

Die Geschichten, die seit einigen Monaten immer öfter in Internet-Auktionshäusern oder Kleinanzeigen-Portalen zu lesen sind, klingen rührend: Es ist von einem überraschenden Erbe die Rede, von einem Dachbodenfund oder von einem dringend erforderlichen Notverkauf. Goldbarren sind für einen Bruchteil des eigentlichen Edelmetallwertes zu bekommen – und im Kleingedruckten weisen die Verkäufer daraufhin, dass sie „sicherheitshalber“ die Ware als Imitat verkaufen. Denn man wisse nicht, was Oma sich da tatsächlich in den Tresor gelegt hat. Und die Barren dem nächsten Edelmetallhändler anzubieten, wäre angeblich viel zu kompliziert.

Wer diesen Geschichten seinen Glauben schenkt, ist schon bald um einige hundert oder sogar tausend Euro ärmer – und bekommt einen Goldbarren, der womöglich nur aus Kupfer oder Nickel oder einem Cocktail aus anderen unedlen Metallen hergestellt wurde. Seit Monaten werden Verkaufsportale mit solchen Angeboten regelrecht überschwemmt. Die Fälschungen stammen offenbar von asiatischen Handelsportalen, wo sie für ein paar Euro pro Stück angeboten werden. Meist geben sich die Fälscher keine große Mühe, die Bilder der bekannten Anlagemünzen werden nur sehr oberflächlich und grob nachgemacht. Doch es wird praktisch alles gefälscht, was es aktuell im Bereich der Barren und Münzen aus Gold und Silber gibt.

Inzwischen haben sich auch die überregionalen Print- und Onlinemedien der Gefahr durch Edelmetall-Fakes angenommen. Die beschriebene Betrugsmasche ist ärgerlich, allerdings mahnt Degussa zu einer ausgewogenen Betrachtung der Problematik. Denn die meisten Fälschungen lassen sich sehr leicht erkennen. Und im Handelsalltag bei Degussa kommt es kaum vor, dass jemand einen gefälschten Barren oder eine Fake-Münze anbietet.

Entsprechende Stücke hätten in den Niederlassungen der Degussa auch keine Chance. Mit professionellen Geräten wie beispielsweise der Röntgenfloureszenzanalyse, mit der die Oberfläche eines Metallproduktes durchleuchtet werden kann, werden Fälschungen schnell erkannt. Und weil grundsätzlich jedes Produkt beim An- und Verkauf geprüft wird, können Degussa-Kunden hundertprozentig sicher sein, dass sie echtes Gold und Silber erhalten.

Aktuell ist die Gefahr, bei einer Internet-Auktion oder in einem Kleinanzeigen-Portal einem Betrüger aufzusitzen, allerdings recht groß. Misstrauisch sollten Anleger immer dann sein, wenn Gold und Silber unterhalb des Spot-Preises angeboten wird. Kein vernünftiger Edelmetallbesitzer würde seine Schätze unter Wert verkaufen, wenn sie jeder Händler sofort zum aktuellen Tageskurs ankaufen würde. Die Alarmglocken sollten auch bei englischen Begriffen wie „Plated“ schrillen – denn „plattierte“ Goldmünzen weisen lediglich einen feinen Goldüberzug auf, das Innenleben ist unedel und somit eine Mogelpackung. Und vor einem Kauf sollte in jedem Fall das Produktfoto mit einem Originalbild abgeglichen werden – Vergleichsmaterial finden Anleger beispielsweise im Degussa-Webshop.

Die derzeitige Welle an Fälschungen von Münzen und Barren hat viel Verunsicherung auf dem Edelmetallmarkt verursacht – dabei können sich Anleger durch eine ganz einfache Weisheit schützen: Kaufen Sie nur bei seriösen und etablierten Händlern. Dass Ihnen dieser Rat ausgerecht ein solcher Händler gibt, sollte Sie nicht misstrauisch stimmen. Denn im Gegensatz zu den anonymen Fake-Verkäufern im Internet ist für einen traditionsreichen Edelmetallhändler wie Degussa das Vertrauen der Kunden das wichtigste Kapital. Aus diesem Grund schützen wir unsere Kunden systematisch gegen die (im professionellen Handel eher unwahrscheinlichen) Gefahr von gefälschten Goldbarren oder Münzen.

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