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Münzen clever verkaufen: Sieben Tipps für Anleger und Sammler
  1. Kein Verkauf ohne Expertise: Auch wenn es eigentlich selbstverständlich ist, kann es nicht oft genug gesagt werden: Die Numismatik ist eine Wissenschaft für sich und Fachwissen ist unverzichtbar. Der Markt ist ständig in Bewegung. Nehmen Sie daher Kontakt zu Fachleuten (https://www.degussa-goldhandel.de/services/numismatik/) auf, im ersten Schritt reicht notfalls auch eine Wertbestimmung in einer Facebook-Gruppe aus. Wir raten jedoch dazu, direkt eine anerkannte Fachperson sowie einschlägige Fachliteratur zu Rate zu ziehen.
  2. Zuerst zum Händler: Ein seriöser Münzen- oder Edelmetallhändler, den Sie unter anderem an einer Verbandsmitgliedschaft erkennen, ist zu einer unabhängigen und marktgerechten Expertise verpflichtet und darf Sie nicht abzocken, wenn er nicht seinen Ruf und seine Verbandsmitgliedschaft verlieren will. Noch besser ist es, wenn der Händler sowohl das moderne Edelmetallinvestment als auch die klassische Numismatik abdeckt – so kann er den optimalen Verkaufskanal für Sie identifizieren und Ihre Schätze bestmöglich am Markt platzieren.
  3. Numismatische Details kennen: Wenn Sie sich gegen den Weiterverkauf Ihrer Schätze bei einem seriösen Edelmetall- oder Münzenhändler entscheiden, sind Sie auf sich allein gestellt und müssen auf viele Details achten. So ist es für einen erfolgreichen Münzverkauf unerlässlich, eine Vielzahl an numismatischen Details zu kennen – darunter beispielsweise das Prägezeichen, die Erhaltung, mögliche Beeinträchtigungen der Bewertung durch Schäden oder Veränderungen der Münze. Ohne diese Details werden Sie nur einen Bruchteil des möglichen Marktwertes erzielen.
  4. Gute Fotos sind die halbe Miete: Private Münzverkäufer verschenken bares Geld, indem sie die wahre Schönheit der offerierten Schätze durch mangelnde Fotografierkünste verschleiern. Da wird beispielsweise mit einem zu grellen Blitz das Münzbild zu stark ausgeleuchtet, die Feinheiten des Reliefs sind wegen eines fehlerhaften Fokus unscharf oder das Raumlicht verzerrt das Erscheinungsbild. Auch die Notlösung per Scanner bringt keine authentischen Ergebnisse. Positionieren Sie am besten Ihre Münzen in einem abgedunkelten Raum unter zwei Lichtquellen, von denen eine direkt von oben und eine seitlich indirektes Licht spendet.
  5. Gestohlene Fotos können teuer werden: Auf keinen Fall sollten Sie beim Verkauf Ihrer Münzen schöne Bilder aus dem Internet fischen. Sie führen damit nicht nur potenzielle Käufer in die Irre, sondern verletzen auch Urheberrechte – und das kann richtig teuer werden: Abmahnungen können im schlimmsten Fall durchaus mehrere tausend Euro kosten, wenn man Ihnen einen gewerblichen Handel unterstellt – und die Unterlassungserklärungen, die nach einem Urheberrechtsverstoß unterzeichnet werden, binden Sie bis zum Lebensende an Strafzahlungen im Falle einer wiederholten Nutzung der geklauten Bilder. Deshalb: Finger weg von Fotos, die Sie nicht selbst gemacht haben.
  6. Vorsicht beim Paketversand: Es ist kaum vorstellbar, wie viele Pakete in Deutschland täglich ohne einen echten Versicherungsschutz unterwegs sind. Denn Münzen, Edelmetalle und andere Wertgegenstände sind bei den meisten Versanddienstleistern grundsätzlich ausgeschlossen – werden sie doch versendet, greift der sonst übliche Versicherungsschutz nicht. Und ein ordnungsgemäßer Valorenversand mit spezialisierten Versandunternehmen kostet im günstigsten Fall zwischen 20 und 30 Euro.
  7. Sparen Sie sich Zeit, Geld und Nerven: Wenn Sie Ihre Münzen in Eigenregie verkaufen möchten, werden Sie schnell feststellen, wie aufwändig eine hochwertige Präsentation von seltenen Sammlerstücken ist. Und sie zahlen am Ende doppelt drauf: Nicht nur in Form ihrer investierten Zeit, sondern auch durch Gebühren. Zwischen 10 und 20 Prozent werden bei Auktionen, egal ob Online oder Offline fällig. Natürlich haben auch Händler eine Marge, diese fällt üblicherweise aber geringer aus und wird meist pauschal berechnet.
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