In Edelmetall und Wirtschaft Aktuell
Spread zwischen An- und Verkaufspreis: Ein Gold-Investment mit schmalem Geldbeutel

Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles – dieses alte Sprichwort, welches Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben wird, bekommt im Jahr 2018 zusätzliche Relevanz: Der Preisrückgang der vergangenen Monate hat dazu geführt, dass Gold für viele Menschen in Deutschland wieder in den Fokus gerückt ist – und die meisten Menschen, die in den vergangenen Wochen mit Degussa-Produkten die Grundlage für ihr Edelmetall-Investment gelegt haben, bringen keine prall gefüllte Geldbörse mit. Im Gegenteil: Sie sparen eisern, um eine kleine Rücklage zu schaffen, die durch Gold und Silber geschützt ist.

Gold ist, auch wenn bis heute nur ein Bruchteil der Deutschen das gelbe Metall zu Anlagezwecken besitzt, ein massentaugliches Investment: Die Anschaffung von Goldmünzen sowie Goldbarren ist dank spezialisierten Händlern wie Degussa denkbar einfach. Und Gold ist kein exklusives Vergnügen für die „oberen Zehntausend“, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Denn es gibt für jeden Geldbeutel passende Produkte – also auch für ein Budget unterhalb der 1000-Euro-Grenze.

Bei der Auswahl einer passenden Bullion-Prägung zu Anlagezwecken sollten Investoren stets bedenken, dass die Prägekosten einen Teil des Endpreises ausmachen. Und weil diese Kosten fix sind, egal ob die Münze nun eine Unze oder eine Viertelunze wiegt, sollten Anleger möglichst auf größere Stückelungen setzen – der Standard ist die volle Unze, doch auch die halben Unzen sowie Viertelunzen weisen ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf.

Auf der Suche nach dem perfekten Investment sollten Anleger vor allem eine Kennzahl im Blick behalten: Der „Spread“ bezeichnet die Differenz zwischen dem An- und dem Verkaufspreis – es ist sozusagen die Hürde, welche ein Anlageprodukt überwinden muss, um einen Gewinn zu erzielen. Während dieser „Spread“ bei klassischen Anlageprodukten lediglich ein paar Prozent beträgt, kann er bei exotischen und insbesondere bei kleinen Bullion-Münzen zweistellige Werte annehmen – und es will wohl kaum jemand einen Wertzuwachs von 20 Prozent abwarten, um aus der Verlustzone zu kommen.

Aus diesem Grund ist es für Anleger mit einem kleineren Budget ratsam, möglichst so viel Geld anzusparen, dass eine Viertelunze oder eine halbe Unze bezahlbar wird. Diese Größen werden von den wichtigsten Prägestätten der Welt standardmäßig in hohen Auflagen hergestellt, sodass es beispielsweise Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker auch als Miniatur-Ausgaben gibt. Die Größten ab einer Zehntelunze werden ebenfalls verkauft, allerdings sind diese eher als Gold-Geschenk geeignet oder als Beimischung in einem breit gestreuten Investment-Portfolio. Beliebt sind bei Anlegern, die nur ein paar hundert Euro für Gold ausgeben möchten, stattdessen die historischen Goldmünzen aus Großbritannien („Sovereign“) sowie Österreich (Kronen und Dukaten).