In Edelmetall und Wirtschaft Aktuell
Exotische Anlage-Münzen – Zahlt sich der Aufpreis bei der späteren Wertentwicklung aus?

So mancher Edelmetall-Käufer stolpert beim Stöbern im Webshop der Degussa Goldhandel über die Preisgestaltung: Während eine Unze „Maple Leaf“ aus Kanada beispielsweise Anfang September 2018 rund 1075 Euro kostete, wird für den Schwan aus Australien ein Preis von 1145 Euro fällig – obwohl es sich in beiden Fällen um eine Feinunze Gold handelt.

Wer die Produktpalette eines modernen Edelmetallhändlers wie Degussa ausgiebig unter die Lupe nimmt, wird feststellen, dass es zwei große Gruppen von Anlagemünzen gibt: Die einen werden äußerst nah am aktuellen Edelmetallpreis gehandelt, der ausgewiesene Verkaufspreis im Webshop entspricht fast exakt dem aktuellen Weltmarktpreis für Gold. Daneben gibt es jedoch noch weitere Münzen aus Gold und Silber, die zwar das Investment-Gewicht von einer Unze aufweisen, aber deutlich oberhalb des Spotpreises gehandelt werden.

Für alle Anleger, die in erster Linie das meiste Gold oder Silber für ihr Geld haben möchten und weniger Wert auf wechselnde Motive oder niedrige Auflagen legen, sind die klassischen Bullionmünzen optimal geeignet: Der „Maple Leaf“ aus Kanada, der „American Eagle“ aus den USA oder der „Wiener Philharmoniker“ aus Österreich – sie alle werden in hoher Auflage ohne „Schnickschnack“ in Gold und Silber geprägt, um mit einem möglichst niedrigen Aufschlag auf den reinen Metallwert verkauft zu werden. Großer Beliebtheit erfreut sich auch die Investmentlegende schlechthin, der „Krügerrand“ aus Südafrika, der seit diesem Jahr für Anleger auch in Silber geprägt wird und in Gold seit über 50 Jahren zum Standardsortiment jedes Edelmetallhändlers gehört.

Während diese klassischen Anlageprodukte als Fundament eines jeden Edelmetallportfolios bestens geeignet sind, ist es empfehlenswert, auch ein paar exotische Anlagemünzen ins Portfolio aufzunehmen. Denn der leichte Aufschlag auf den reinen Metallpreis zahlt sich meist schon nach kurzer Zeit aus: Gold- und Silbermünzen mit niedrigen Auflagen und in Spitzenqualität entwickeln oft einen Sammlerwert, der jenseits des Metallpreises liegt. Einzelne Stücke werden inzwischen zu einem Vielfachen des aktuellen Spotpreises gehandelt, wurden jedoch ursprünglich nah am „Spot“ verkauft. Wer damals zugeschlagen hat, kann sich über eine staatliche Rendite freuen.

Zu den exotischen Bullionprägungen zählt bei Degussa in erster Linie die Lunar-Serie aus Australien: Mit 30.000 Stück in Gold und 300.000 Stück in Silber, einer hochwertigen Hartplastikkapsel und einer Prägequalität, die auf den ersten Blick locker mit „Polierte Platte“ mithalten kann, liegt der Lunar-Preis etwas oberhalb des jeweiligen Metallpreises. Auch die „Emu“ und „Birds of Paradise“ Gold- und Silbermünzen aus Australien haben eine regelrechte Wertexplosion hingelegt. In Silber gelten die „Kiwi„-Münzen aus Neuseeland als Geheimtipp, denn der Verkaufspreis liegt deutlich über dem Silberpreis, der Sammlerwert wegen der geringen Auflage jedoch auch. Und Degussa ergänzt sein Produktportfolio laufend um neue interessante Investment-Alternativen, die auf den ersten Blick exotisch, langfristig aber vor allem renditeträchtig sein sollen.