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Der gewiefte Goldschmuggler Auric Goldfinger hat einen kühnen Plan: Er will die Goldreserven der USA verstrahlen, um sie wertlos zu machen. Doch glücklicherweise wird Goldfinger gestoppt – von James Bond höchstpersönlich. Der Geheimagent hat mit seinem Einsatz ganz nebenbei auch dafür gesorgt, dass ein besonderes Gebäude in der breiten Öffentlichkeit als Inbegriff für Sicherheit bekannt ist: Das „United States Bullion Depository“, besser bekannt als „Fort Knox“.

Auch wenn die Kulisse des Goldlagers aussieht, als wäre sie direkt in Hollywood  entworfen worden, ist die Anlage seit 1936 ein staatliches Gebäude der Vereinigten Staaten von Amerika – und der Stoff für viele Mythen und Legenden: Das Lager hat seine eigene Infanteriedivision als Wache in der Nachbarschaft, bis zu 10.000 Soldaten sollen im Notfall für den Schutz des Staatsgoldes bereit stehen. Wer an ihnen vorbei gekommen ist, muss jedoch auch noch Minenfelder, Stacheldraht und Elektrozäune überwinden.

Dass die Details zu der sagenumwobenen Lagerstätte aus nachvollziehbaren Gründen nicht an die Öffentlichkeit gelangen, dürfte wenig überraschend sein. Dennoch bietet das hohe Maß an Diskretion, mit dem alle US-Regierungen das „United States Bullion Depository“ behandelt haben, reichlich Stoff für Verschwörungstheorien. Denn externe Beobachter wurden lediglich im Jahr 1974 in das Gebäude gelassen. Und nicht wenige US-Amerikaner glauben, dass sich in Fort Knox gar kein Edelmetall mehr gibt. Immerhin kann kein US-Präsident von sich behaupten, das Gold mit eigenen Augen gesehen zu haben.

Die bekannten Rahmendaten zu „Fort Knox“ wirken bis heute eine besondere Faszination auf Edelmetallfans in aller Welt aus: Die Eingangstür soll mindestens 20 Tonnen wiegen und 60 Zentimeter dick sein. Zu öffnen ist die Tür nur durch einen Code, der von mehreren Mitarbeitern Stück für Stück eingegeben werden muss. Hinter der Tür befinden sich nach Regierungsangaben etwa 5.000 Tonnen Gold der „good delivery“- Standardbarren mit einem Gewicht von 400 Unzen.

In Deutschland hat die Nachfrage nach einem persönlichen „Fort Knox“ in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Dazu haben auch sicherlich Hollywoodfilme wie der James-Bond-Klassiker beigetragen. Und viele Anleger möchten sich ganz praktisch davor schützen, dass ihr Gold von einem Ganoven wie „Goldfinger“ entwendet wird. Die Gefahr eines Einbruchs in den eigenen vier Wänden scheuen viele Goldbesitzer, sodass Degussa gleich mehrere Lagerkonzepte entwickelt hat, mit denen Edelmetallfreunde ganz bequem in Gold und Silber investieren können: Neben den Schließfächern in den Degussa-Niederlassungen gibt es mit dem Wertlager sowie dem Zollfreilager zwei Angebote, welche den physischen Besitz von Edelmetallen mit der virtuellen Verwaltung von zuhause verbinden.

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