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Numismatik Degussa

Sammler zahlen Liebhaberpreise für Spitzenerhaltung.

Die Entscheidung, ob eine bestimmte Münze als „sehr schön“ gilt oder „feinsten Stempelglanz“ aufweist, ist weit mehr als „nur“ ein Kompliment für einen Sammler und seine Fähigkeit, seltene Stücke aufzuspüren. Die Einstufung entscheidet über den Marktwert einer bestimmten Münze und Prägungen in besserer Qualität können ein Vielfaches des Preises erreichen, den Sammler für eine vergleichbare Münze in normaler Umlauferhaltung zahlen. Ein Beispiel: Eine Zehn-Mark-Goldmünze aus Preußen, die zwischen 1900 und 1912 geprägt wurde, hat einen aktuellen Katalogwert von 170 Euro in der Erhaltung „sehr schön“. In „Stempelglanz“-Qualität kommt das gute Stück jedoch auf einen Wert von 450 Euro.

Schritt für Schritt zur Top-Bewertung

Doch wie lässt sich der Erhaltungszustand einer Münze verlässlich bestimmen? In der Numismatik ist das deutsche System ist vergleichsweise unkompliziert: Es gibt die Stufen „sehr schön“, „vorzüglich“ und „Stempelglanz“. Wenn ein Stück jedoch nicht eindeutig in eine dieser Kategorie eingestuft werden kann, werden Zwischenstufen gebildet. Zudem wird gelegentlich noch die Kategorie „schön“ für stark abgenutzte Münzen verwendet – diese Erhaltung ist jedoch nur in Ausnahmefällen bei alten Münzen oder Münzen mit geringer Auflage sammelwürdig.

Grundsätzlich lassen sich die drei wichtigsten Erhaltungskategorien anhand der folgenden Eigenschaften erkennen:

Sehr schön: Sichtbare Zeichen der Zeit

Die Münze darf deutliche Spuren aus dem täglichen Geldverkehr aufweisen, feinere Details sind stark abgenutzt, das Münzbild ist jedoch noch klar erkennbar. Feine Ausarbeitungen wie beispielsweise auf einem Wappen dürfen zwar verschwommen, müssen allerdings noch wiederkennbar sein. Auch einzelne größere Kratzer werden toleriert. Das Münzbild ist matt und abgenutzt und der ursprüngliche Glanz der Münze nicht mehr zu erkennen.

Vorzüglich: Kleine Kratzer, scharfe Konturen

Die Münze war nur kurz im Umlauf, sodass der ursprüngliche Prägeglanz noch durchscheint und lediglich von leichten Beschädigungen teilweise überlagert wird. Wenn die Münze nur kleine Kratzer und minimale Abnutzungsspuren aufweist und die höheren Stellen auf dem Münzrelief trotz Beschädigungen noch klar zu erkennen sind, ist diese Münze besser als nur „sehr schön“. Die Konturen der Prägung müssen weiterhin scharf erkennbar sein.

Stempelglanz: Unberührte Rarität

Die Münze darf keinerlei Beschädigungen aus dem Umlauf aufweisen und hat meist noch den typischen Prägeglanz. Lediglich kleine Randunebenheiten oder minimale Schäden, die aus dem Produktionsprozess resultieren, werden toleriert. Das Münzbild ist klar, die Konturen sind scharf und es gibt keinerlei abgenutzte Bereiche. Selbst feinste Details wie Punkte auf dem Rand müssen deutlich erkennbar sein.

Erhaltung bestimmt maßgeblich den Sammlerwert

Für Sammler und Anleger sorgen diese unterschiedlichen Erhaltungsgrade dafür, dass die meisten Münzen in einer breiten Preisspanne angeboten werden und somit auch für einen schmaleren Geldbeutel erschwinglich sind. Allerdings sind Münzen in minderer Qualität aus Investment-Sicht mit Vorsicht zu genießen – wer abseits des reinen Metallpreises eine Rendite durch steigende Sammlerpreise erzielen will, sollte auf ausgewählte Münzen in Spitzenerhaltung setzen und nicht versuchen, möglichst viele Münzen in normaler Erhaltung zu sammeln. Denn bei seltenen Jahrgängen in Stempelglanz-Qualität werden bei Münzauktionen immer wieder Rekordpreise erzielt, wobei der ursprüngliche Ausrufpreis um ein Vielfaches hochgeboten werden kann.

Degussa bietet auch numismatische Schätze an

Für Anleger mit einem besonderen Fokus auf numismatische Schätze bietet die Degussa nicht nur die historischen Goldmünzen aus dem Kaiserreich an, die nah am reinen Metallpreis gehandelt werden. In der Numismatik-Abteilung gibt es viele Schätze zu entdecken, die überdurchschnittliche Erhaltungen aufweisen und ansonsten nur schwer zu beschaffen sind. Und das Expertenteam der Numismatik-Abteilung der Degussa begleitet auch Neulinge bei der Suche nach einer passenden Rarität mit Wertsteigerungspotenzial.

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