In Edelmetall und Wirtschaft Aktuell
Degussa Newsr Digitales Gold

Der World Gold Council ist die Stimme der weltweiten Edelmetallproduzenten und die Interessenvertretung von Unternehmen rund um die Welt, die mit Edelmetallen zu tun haben. Und drei- bis viermal pro Jahr fassen die Marktforscher des World Gold Council die aktuellen Trends der Branche in einem lesenswerten Dossier zusammen: Der „Gold Investor“ ist ein vollwertiges Magazin, welches kostenlos verbreitet wird und einen kompakten Überblick bietet über alles, was den Edelmetallmarkt derzeit bewegt.

Die aktuelle Ausgabe, die im Juni 2017 veröffentlicht wurde, steht ganz im Zeichen der digitalen Zukunft von Gold. Denn immer öfter werden digitale Währungsmodelle wie BitCoin in der Tagespresse als Alternative zu Gold oder gar „das neue Gold“ dargestellt. Doch der physische Gegenwert von BitCoins bleibt im Unklaren, ebenso die Absicherung des Systems gegen Betrug und technische Probleme oder gar Hacking-Angriffe. Mit „Royal Mint Gold“ will die gleichnamige britische Prägestätte eine Bitcoin-Alternative zum neuen Goldstandard etablieren. Die Royal Mint ist der Inbegriff der weltweiten Münzprägung und blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Mit ihr bringen die meisten Münzfreunde zweifelsohne solche Klassiker wie den Sovereign oder die Britannia in Verbindung – doch die britische Prägestätte wagt sich nun in völlig neues Terrain und macht deutlich, dass eine Münzfabrik und die bargeldlose Zukunft keine Gegensätze sein müssen: Gemeinsam mit dem Derivatehändler CME Group hat die Royal Mint ein innovatives Produkt unter dem Namen “RMG” entwickelt, welches das Vertrauen in physisches Gold mit den dynamischen Chancen einer digitalen Währung verbindet.

Das „Royal Mint Gold“ soll eine Währung der Zukunft sein, die bewusst als Gegenentwurf zu den ungedeckten Fiat-Währungen konzipiert ist. Gold ist als Investment auch im 21. Jahrhundert weiterhin gefragt, unter anderem wegen seiner einfachen Handelbarkeit, Bewertung und Lagerung. Doch weil Gold schwer zu transportieren und insbesondere in größeren Mengen ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko darstellt, hat sich die Royal Mint die Vorzuge der so genannten „Blockchain“-Technologie zu Nutze gemacht, die derzeit in aller Munde ist. Die berühmteste Kryptowährung ist BitCoin, die ursprünglich als Zahlungsmittel entwickelt und inzwischen verstärkt als Spekulationsobjekt genutzt wird – mit der Folge, dass der Bitcoin-Kurs in den vergangenen Monaten eine regelrechte Achterbahnfahrt hingelegt hat, während der Goldpreis sich durch Stabilität auszeichnet.

“RMG” soll das Beste beider Anlageklassen vereinen. Eine RMG-Einheit steht für einen Besitzanspruch auf ein Gramm physisches Gold, welches in Form von tatsächlich vorrätigen LBMA Good Delivery Handelsbarren vorliegt. Dieses Gold wird im Tresor der Royal Mint, dem legendären “Royal Mint Vault“ aufbewahrt, einer Hochsicherheitsanlage auf dem Gelände der britischen Prägestätte im walisischen Llantrisant. Anleger können ihr Geld also in eine Kryptowährung investieren, die – anders als BitCoin – durch einen realen und nicht künstlich vermehrbaren Wert gedeckt ist, nämlich Gold. Und durch die digitale Umsetzung dieser Idee lassen sich RMGs jederzeit über eine Handelsplattform in eine digitale Geldbörse einzahlen und auch als Zahlungsmittel weitergeben. Anleger sparen sich Lagerkosten für Gold und müssen nicht für die Sicherheit ihrer Werte sorgen, da die RMGs nicht „gestohlen“ werden können. Mit diesem Konzept möchte die Royal Mint ihr „RMG“ als einen neuen digitalen Goldstandard etablieren.

Doch nicht nur in Großbritannien wird seit einiger Zeit versucht, die Vorzüge von Gold mit der Internet-Welt zu verbinden, in allen Ecken der Welt laufen Experimente mit digitalem Gold. Ein besonders viel versprechendes Beispiel: GoldMoney die Online-Plattform wurde im Jahr 2001 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, Gold endgültig zu dem zu machen, was es in den Augen vieler Anleger bereits ist: Geld. Über GoldMoney können Anleger beliebige Mengen an Gold zu festgelegten Kosten kaufen und verkaufen. Die sichere Verwahrung übernimmt GoldMoney. Allerdings soll das Gold nicht nur herum liegen, sondern auch als Zahlungsmittel eingesetzt werden. So ist es möglich, über ein Konto bei GoldMoney eine bestimmte Menge Gold an andere Kunden zu transferieren. So wird Gold zu einem echten Zahlungsmittel.

Das GoldMoney-Konto ist einem echten Bankkonto nachempfunden – mit dem Unterschied, dass die Beträge auf dem Konto nicht in einer herkömmlichen Währung dokumentiert werden, sondern in Gold. Anstelle von Euro und Cent wird das Guthaben in 1-Gramm-Anteilen an einem 400 Feinunzen Standard-Goldbarren ausgewiesen. Um ein Klumpenrisiko bei der Lagerung zu vermeiden, wird das Gold der Kunden in Tresoren rund um die Welt gelagert, darunter in Kanada, der Schweiz, London, Singapur sowie Hongkong. Vertrauen wird durch die ständige Möglichkeit geschaffen, das Gold-Guthaben auf Wunsch ausliefern zu lassen. Zudem wird der Währungsgedanken durch die „GoldMoney Mastercard“ in das tägliche Zahlungsgeschäft übertragen, sodass man mit seinen Gold-Ersparnissen sogar in der Fiat-Währungs-Welt ganz unkompliziert einkaufen gehen kann. Die Gebührenmargen für Transaktionen liegen deutlich unterhalb der Ein-Prozent-Grenze.

Auch Degussa ist bei der Entwicklung neuartiger Investment-Produkt auf Gold-Basis vorn dabei. Mit dem Degussa Goldsparplan ist seit kurzem eine Alternative zum Kauf von Münzen und Barren verfügbar, mit der Anleger sich den Anspruch auf „echte“ Edelmetalle sichern und sich trotzdem um Lagerung und Versicherung nicht kümmern müssen. Die Sparbeträge werden auf das 10.000stel Gramm genau in Anteile an einem tatsächlich vorhandenen und sicher gelagerten 1 kg Degussa Goldbarren umgerechnet. Ein späterer Verkauf an die Degussa ist jederzeit per Mausklick möglich.

Weitere Informationen zum „Gold Investor“ und Download-Möglichkeit: http://www.gold.org/research/gold-investor

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