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Marktkommentar, 24.09.2018

Die vielleicht grösste Überraschung ist der enorme Rückgang der Goldexporte nach Hongkong – laut den Goldexportzahlen der Ausuts Schweiz. Der teilautonome chinesische Verwaltungsstaat importierte im August nur 3,4 Tonnen Gold aus der Schweiz, was zeigt, dass Hongkong als Importroute für chinesische Goldeinfuhren zugunsten von Peking und Shanghai scheinbar ausgebremst wird.

Das chinesische Festland war im August mit 45,2 Tonnen erneut der grösste Empfänger von Schweizer Gold, dicht gefolgt von Indien mit 40 Tonnen, was darauf hindeutet, dass sich die Goldnachfrage bei den beiden grössten Goldkonsumenten gut hält. In Indien gibt es Gerüchte über einen bevorstehenden Anstieg der Einfuhrzölle auf Gold, so dass die Einfuhren wohl weiterhin anziehen werden, bis sich das Gerücht bewahrheitet oder ausgeräumt wird. Die grössten Überraschungen waren der starke Anstieg der Schweizer Goldexporte nach Singapur (12,6 Tonnen) und Thailand (21,6 Tonnen). Interessanterweise importierte die Türkei im August offenbar überhaupt kein Gold aus der Schweiz.

Wie üblich zeigen die Schweizer Zahlen einen anhaltenden Goldfluss von West nach Ost, wobei Asien und der Mittlere Osten über 88% der gesamten Exportzahlen ausmachen.

Die gesamten Goldexporte der Schweiz lagen im August mit 153,1 Tonnen auf dem höchsten Stand seit Juni letzten Jahres, während die Goldimporte mit 181,7 Tonnen auf dem höchsten Stand seit Januar letzten Jahres lagen.

 

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