In Edelmetall und Wirtschaft Aktuell
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Mit Hightech gegen billige Fakes

Die Royal Mint aus Großbritannien, die United States Mint aus den Vereinigten Staaten oder die Royal Canadian Mint aus Kanada stehen in der Welt der Edelmetalle im erbitterten Wettstreit um Marktanteile, doch die Mitbewerber verbindet ein Ziel: Prägestätten in aller Welt kämpfen gegen Betrüger, welche mit gefälschten Goldmünzen das große Geld machen wollen. Gerade erst hat die Royal Mint die Gestaltung ihrer Britannia-Anlagemünzen für das Jahr 2021 angepasst und auch der American Eagle aus den USA soll ab 2021 im neuen Gewand erscheinen, um für Fälscher unerreichbar zu werden. Als Vorreiter bei der Fälschungssicherheit gilt die Royal Canadian Mint, sie hat ihren Maple Leaf bereits mehrfach um zusätzliche Sicherheitsmerkmale ergänzt.

Finger weg von Kleinanzeigen-Portalen

Vor einem kritischen Blick auf die Sicherheitsmerkmale auf Anlagemünzen sollten Anleger allerdings einige grundlegende Verhaltensweisen verinnerlichen. Zu allererst: Nicht bei Anbietern kaufen, deren Identität und Leumund nicht zweifelsfrei geklärt ist. Denn es sind vor allem windige Geschichten, die immer wieder in Internet-Auktionshäusern oder Kleinanzeigen-Portalen zu lesen sind und die Alarmglocken läuten lassen sollten. Es ist von einem überraschenden Erbe die Rede, von einem Dachbodenfund oder von einem dringend erforderlichen Notverkauf. Goldbarren sind für einen Bruchteil des eigentlichen Edelmetallwertes zu bekommen – und im Kleingedruckten so mancher Räuberpistole weisen die Verkäufer daraufhin, dass sie „sicherheitshalber“ die Ware als Imitat verkaufen. Denn man wisse nicht, was Oma sich da tatsächlich in den Tresor gelegt hat. Und die Barren dem nächsten Edelmetallhändler anzubieten, wäre angeblich viel zu kompliziert.

Wer diesen Geschichten seinen Glauben schenkt, ist schon bald um einige hundert oder sogar tausend Euro ärmer – und bekommt einen Goldbarren, der womöglich nur aus Kupfer oder Nickel, Wolfram oder einem Cocktail aus anderen unedlen Metallen hergestellt wurde. Seit Monaten werden Verkaufsportale mit solchen Angeboten regelrecht überschwemmt. Die Fälschungen stammen offenbar von asiatischen Handelsportalen, wo sie für ein paar Euro pro Stück angeboten werden. Meist geben sich die Fälscher keine große Mühe, die Bilder der bekannten Anlagemünzen werden nur sehr oberflächlich und grob nachgemacht. Doch es wird praktisch alles gefälscht, was es aktuell im Bereich der Barren und Münzen aus Gold und Silber gibt.

Die Degussa Goldhandel hingegen ist mit den eigenen Barren selten Opfer von Fälschungen. Es hat sich augenscheinlich mittlerweile herumgesprochen, dass Fälscher bis in die Ursprungsländer durch das Unternehmen verfolgt und vor die Gerichte gebracht werden.

Fälschungen lassen sich leicht enttarnen

Inzwischen haben sich auch die überregionalen Print- und Onlinemedien der Gefahr durch Edelmetall-Fakes angenommen. Die beschriebene Betrugsmasche ist ärgerlich, allerdings mahnt Degussa zu einer ausgewogenen Betrachtung der Problematik. Denn die meisten Fälschungen lassen sich sehr leicht enttarnen. Und im Handelsalltag bei Degussa kommt es kaum vor, dass jemand einen gefälschten Barren oder eine Fake-Münze anbietet.

Entsprechende Stücke hätten in den Niederlassungen der Degussa auch keine Chance. Mit professionellen Geräten wie beispielsweise der Röntgenfloureszenzanalyse, mit der die Oberfläche eines Metallproduktes durchleuchtet werden kann, werden Fälschungen schnell erkannt. Und weil grundsätzlich jedes Produkt beim An- und Verkauf geprüft wird, können Degussa-Kunden hundertprozentig sicher sein, dass sie echtes Gold und Silber erhalten.

In der Numismatik kommen zusätzlich zertifizierte Spezialisten mit den zum Ankauf der Degussa angebotenen Münzen zum Einsatz. Sie decken unter diesen Aspekten auch diese wichtigen Aspekte ab.

Sicherheitsmerkmale der Maple Leaf und der Australian Kangaroo Münzen

Weil die meisten Anleger wohl kaum über hochspezialisierte und teure Prüfmethoden verfügen, ist eine profunde Kenntnis der eingesetzten Sicherheitsmerkmale der einzelnen Anlagemünzen unerlässlich.

Auf den Maple Leaf Münzen aus Gold und Silber ist neben einer radialen Linienstruktur im Hintergrund eine Mikrogravur auf der Bildseite zu finden, welche die Form eines kleines Ahornblattes aufweist. Die Australian Kangaroo Münzen aus Australien wurden ebenfalls mit einem Hintergrund (in Wellenform) gestaltet, welcher von Fälschern nur schwer nachgeahmt werden kann.

Neben diesen Merkmalen ist es ratsam, beim Kauf einer Goldmünze stets ein Foto eines nachweislichen Originals zur Hand zu haben – beispielsweise auf der Website der Prägestätte. Die meisten Anlagemünzen, die noch keine speziellen Sicherheitsmerkmale aufweisen, sind dennoch so detailgenau geprägt, dass Abweichungen von der Norm sofort auffallen.

Prägestätten rüsten auf gegen Fälscher

Die Prägestätten in aller Welt werden wohl auch künftig ihre Anstrengungen für eine höhere Fälschungssicherheit ihrer Produkte steigern. Unabhängig von diesen technischen Innovationen sollten Anleger bei der Auswahl ihres Handelspartners mit allergrößter Vorsicht vorgehen. Denn aktuell ist die Gefahr, bei einer Internet-Auktion oder in einem Kleinanzeigen-Portal einem Betrüger aufzusitzen, allerdings recht groß. Misstrauisch sollten Anleger immer dann sein, wenn Gold und Silber unterhalb des Spot-Preises angeboten wird.

Kein vernünftiger Edelmetallbesitzer würde seine Schätze unter Wert verkaufen, wenn sie jeder Händler sofort zum aktuellen Tageskurs ankaufen würde. Die Alarmglocken sollten auch bei englischen Begriffen wie „Plated“ schrillen – denn „plattierte“ Goldmünzen weisen lediglich einen feinen Goldüberzug auf, das Innenleben ist unedel und somit eine Mogelpackung. Und vor einem Kauf sollte, wie erwähnt, in jedem Fall das Produktfoto mit einem Originalbild abgeglichen werden – Vergleichsmaterial finden Anleger beispielsweise im Degussa-Webshop.

Vertrauen ist das wichtigste Kapital

Die derzeitige Welle an Fälschungen von Münzen und Barren hat viel Verunsicherung auf dem Edelmetallmarkt verursacht – dabei können sich Anleger durch eine ganz einfache Weisheit schützen: Kaufen Sie nur bei seriösen und etablierten Händlern. Dass Ihnen dieser Rat ausgerecht ein solcher Händler gibt, sollte Sie nicht misstrauisch stimmen. Denn im Gegensatz zu den anonymen Fake-Verkäufern im Internet ist für einen traditionsreichen Edelmetallhändler wie Degussa das Vertrauen der Kunden das wichtigste Kapital. Aus diesem Grund schützen wir unsere Kunden systematisch gegen die (im professionellen Handel eher unwahrscheinliche) Gefahr von gefälschten Goldbarren oder Münzen durch den Einsatz von besten technischen Analysemethoden, gepaart mit exzellent ausgebildeten Spezialisten in Form von Goldschmieden und Numismatikern.