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Historische Entscheidung: Royal Mint stellt Münzen mit König Charles III. vor

Anlagemünzen mit Jahreszahlen 2022 & 2023 bekommen numismatischen Wert

Das Jahr 2022 wird nicht nur für die Weltgeschichte von besonderer Bedeutung sein, sondern auch für die Welt der Münzen – denn in diesem Jahr wird es Münzen aus Großbritannien mit zwei Herrschern aus Großbritannien geben: Nachdem Königin Elisabeth II. am 8. September 2022 im Alter von 96 Jahren gestorben ist, hat die Royal Mint nun bekannt gegeben, wie ihr Nachfolger Charles III. auf den restlichen Münzen des Jahres 2022 und der Folgejahre aussehen wird. Der neue König wird erstmals auf Gedenkmünzen zu sehen sein, die seiner verstorbenen Mutter gewidmet sind und an ihr Wirken während der siebzigjährigen Regentschaft erinnern. Das Motiv wird künftig auch auf Umlaufmünzen sowie Anlagemünzen zu sehen sein.

Das erste offizielle Bildnis von Charles III. wurde von dem britischen Bildhauer Martin Jennings entworfen. Wie bereits erwartet, setzt die Royal Mint die königliche und numismatische Tradition fort und richtet das Porträt Seiner Majestät nach links aus, während Königin Elisabeth II. nach rechts schaute. Die Umschrift lautet „CHARLES III – D – G – REX – F – D – 5 POUNDS – 2022“, was übersetzt so viel bedeutet wie „König Charles III. von Gottes Gnaden, Verteidiger des Glaubens“. Damit bricht Charles mit einer langen Tradition und lässt seinen Namen im englischen Original auf die Münzen bringen, obwohl es eine lateinische Alternative in Form von „Carolus“ gäbe und dies bisher auf britischen Münzen üblich war Gewicht von einer Feinunze.

Historische Entscheidung: Royal Mint stellt Münzen mit König Charles III. vor

Elisabeth bleibt noch einige Jahre im Geldbeutel der Briten

Mit der Vorstellung der offiziellen Abbildung von König Charles, die von vielen Beobachtern erst für das Jahr 2023 erwartet wurde, bekommt das numismatische Jahr 2022 endgültig eine historische Dimension: Noch in diesem Jahr werden Münzen mit Bildnissen von Königin Elisabeth II. und Charles III. parallel im Umlauf sein – etwa 27 Milliarden Münzen tragen allein in Großbritannien aktuell das Konterfei der Queen und werden erst im Laufe der Zeit ersetzt, wenn sie beschädigt oder abgenutzt sind. Charles III. wird in den Geldbeuteln der Briten erstmals auf einer 50-Pence-Münze zu sehen sein, die nicht nur als Sammlermünze, sondern auch für den Umlauf produziert wird.

Für Anleger und Sammler ergeben sich in den kommenden Monaten viele spannende Gelegenheiten, den Jahrhundert-Thronwechsel in Form von Münzen in die eigene Kollektion oder das Edelmetall-Portfolio aufzunehmen: Die Royal Mint wird nach aktuellem Stand demnächst Münzen aus der „Tudor Beasts“-Serie in Umlauf bringen, die noch zu Lebzeiten von Königin Elisabeth II. geprägt wurden, aber die Jahreszahl 2023 tragen. Ähnlich sieht es bei den Lunar-Münzen aus Australien aus – auch sie waren bereits produziert, als Elisabeth II. verstarb, und werden mit der Jahresangabe 2023 und dem Bildnis der Königin erscheinen. Zwar ist dies formaljuristisch zulässig, weil die Jahreszahl auf britischen und australischen Münzen nicht zwangsläufig das tatsächliche Prägejahr angeben muss.

Entscheiden sich einzelne Länder gegen Charles?

Doch dass ein Monarch in Verbindung mit einer Jahreszahl auf Münzen erscheint, während er oder sie in diesem Jahr gar nicht mehr regierte, ist eine absolute Sensation – und wird dazu führen, dass auch die Anlagemünzen der Jahre 2022 und 2023 einen numismatischen Wert bekommen. Immerhin muss nicht nur die Royal Mint die Wertseite ihrer Britannia und Tudor Beasts Münzen neu gestalten, auch die Royal Canadian Mint benötigt eine neue Wertseite für den Maple Leaf und die Perth Mint wird wohl spätestens auf dem Jahrgang 2024 ihrer Anlagemünzen den neuen König Charles III. zeigen.

Zudem müssen viele kleine Commonwealth Realms ihre Münzen überarbeiten – und hierbei kann es durchaus zu Überraschungen kommen, denn nicht bei allen Ländern ist klar, ob sie auch tatsächlich Charles III. abbilden wollen. So macht ausgerechnet in Australien gerade eine Zeitungsmeldung die Runde, wonach der stellvertretende Finanzminister klargestellt hat, dass König Charles III. nicht „automatisch“ auf der australischen Fünf-Dollar-Banknote erscheinen wird. Königin Elisabeth II. wurde aufgrund ihres „persönlichen Status“ abgebildet, so der Regierungsvertreter. Im Klartext: Die Australier haben Elisabeth II. auf ihre Geldscheine gedruckt, weil sie beliebt und respektiert war. Eine Verpflichtung zur Darstellung des jeweils aktuellen Staatsoberhauptes auf Banknoten besteht nicht.

 

Fotocredit: Royal Mint
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