In Edelmetall und Wirtschaft Aktuell
degussa-newsheader-muenze-philharmoniker-985×385

Der Goldpreis springt in Euro von einem Allzeithoch zum nächsten und in US-Dollar konnte die psychologisch wichtige Marke von 1.600 US-Dollar geknackt werden. Insbesondere die Sorge um das Corona-Virus sowie die Folgen für die Weltwirtschaft lasten auf den Finanzmärkten und immer mehr Anleger steuern einen sicheren Hafen an. Die meisten Goldkäufer gehen in einer solchen Situation keine Experimente ein – sie kaufen vor allem die klassischen Anlageprodukte wie die beliebten 100 Gramm Goldbarren sowie die Goldmünzen zu einer Unze. Diese Gewichtseinheit hat sich zum Maß aller Dinge in der Welt der Edelmetalle entwickelt und ist der Investment-Klassiker schlechthin.

Beim Stöbern im Onlineshop der Degussa Goldhandel fällt auf, dass von den wichtigsten Anlagemünzen wie dem Krügerrand, dem Maple Leaf oder dem Wiener Philharmoniker verschiedene Jahrgänge verfügbar sind. Die meisten Münzensammler möchten stets die neuesten Ausgaben ihres Sammelgebietes besitzen – in der Welt der Anlagemünzen spielt der Jahrgang allerdings eine untergeordnete Rolle.

Zwar prägen die großen Produzenten wie die Rand Refinery aus Südafrika ihre Bullion-Motive jedes Jahr erneut, doch diese Münzen dienen in erster Linie zu Anlagezwecken. Zurückliegende Jahrgänge enthalten die gleiche Menge Gold – sie sind für die Degussa Goldhandel auf dem Sekundärmarkt allerdings mit einem leichten Abschlag zu bekommen. Diesen Preisvorteil können Edelmetallkäufer jetzt nutzen, um ihre Rendite zu optimieren – die früheren Jahrgänge des Krügerrand waren am 21. Februar 2020 ganze 23 Euro günstiger im Vergleich zum aktuellen Jahrgang.

Seitdem zurückliegende Jahrgänge mit einem Preisnachlass im Onlineshop der Degussa erhältlich sind, erfreut sich diese Produktgruppe größter Beliebtheit. Es zeigte sich, dass für die meisten Anleger der Jahrgang bei modernen Edelmetall-Produkten eine untergeordnete Rolle spielt. Inzwischen ist ein weiterer Gold-Klassiker aus früheren Prägejahren mit einem kräftigen Preisvorteil erhältlich: Der „Maple Leaf“ aus Kanada wird seit 1979 mit der Feinheit von 999/1000 Teilen und seit 1982 in der weltweit anerkannten Standard-Feinheit mit 999,9/1000 Teilen Gold geprägt. Exemplare aus früheren Jahren kann die Degussa auf dem Sekundärmarkt günstiger ankaufen und gibt diesen Nachlass weiter – somit ist für Goldkäufer ein kräftiger Preisabschlag drin. Und wer einen Maple Leaf aus vergangenen Jahrgängen kauft, bekommt garantiert die gleiche Menge Gold wie bei einem Maple Leaf des Jahres 2020.

Bei den meisten Edelmetall-Anlagemünzen spielt der Jahrgang bei der Preisgestaltung eine untergeordnete Rolle: Neben dem Krügerrand und dem Maple Leaf sind auch beim Wiener Philharmoniker aus Österreich, der Britannia aus Großbritannien und dem American Eagle aus den USA sowie dem Känguru aus Australien größere Preisvorteile möglich, wenn der Käufer keinen besonderen Wert auf einen bestimmten Jahrgang legt.

Anders sieht es bei den China Panda Goldmünzen aus: Zwar gibt es auch hier verschiedene Jahrgänge aus der Epoche der Unzen-Prägungen sowie den darauf folgenden Ausgaben zu 30 Gramm, welche keinen besonderen Sammlerwert erzielen. Doch seit 1982 sind zahlreiche Pandas erschienen, deren Sammlerwert inzwischen ein Vielfaches des Goldpreises erreicht hat. Diese Raritäten sind üblicherweise nicht bei einem klassischen Edelmetallhändler zu bekommen, sondern bei einem spezialisierten Münzenhändler. Diese Münzen spielen für Investoren daher keine Rolle.

Auch wenn es sich bei modernen Edelmetall-Produkten um Münzen handelt, werden diese Goldstücke in erster Linie geprägt, damit Privatanleger möglichst unkompliziert in Gold investieren können. Dies war auch die Motivation für die Entwicklung des Krügerrand im Jahr 1967. Damals gab es für Gold-Investoren nur historische Handelsmünzen, eine genormte Münzengröße für Anleger existierte nicht. Der Krügerrand revolutionierte das Edelmetall-Investment – und die Prägezahlen schossen bereits wenige Jahre nach der Erstausgabe in die Höhe, sodass in der Spitze mehrere Millionen Stück pro Jahr geprägt wurden. Diese Zahlen machen deutlich, dass es sich bei Edelmetall-Anlagemünzen um hochwertig und präzise geprägte Schätze handelt, die allerdings in einer industriellen Fertigung in großen Mengen hergestellt werden. Davon profitieren Anleger: Sie zahlen keinen Aufschlag für Verpackung, Echtheitszertifikat oder ausgefallene Spezialeffekte, sondern bekommen das meiste Gold für ihr Geld.